Mit der letzten Aktion sicherte Fabian Ragg seinem Team einen immens wichtigen Punktgewinn gegen temporeiche Ulmer. Freilich betrieb der TSV in der zweiten Halbzeit einen nie da gewesenen Chancenwucher, jedoch hätten die Gäste das Spiel auch mit einem Elfer zumachen können. Am Ende für beide ein gerechtes Unentschieden.
Knapp 300 Zuschauer sahen im Donaustadion ein gutes, temporeiches Landesligaspiel, in dem man beiden Teams anmerkte, dass es um ganz viel ging. Die erste Chance hatte der im Mittelfeld „regierende“ Grgic, der eine Direktabnahme an den Pfosten zimmerte. Kurze Zeit später ging ein Flachschuss von Mehanovic nur knapp am Gehäuse von Stefan Hermanutz vorbei. Doch der TSV stand dem Offensivdrang der Gäste in nix nach. So traf Jonas Siefert nach feiner Ballannahme nur den Querbalken. Leistungsgerecht gingen beide Teams mit 0:0 in die Halbzeit. Nach dem Wechsel bestrafte Toptorjäger Demiray mit einem 19-Meter-Knaller eine kleine Unaufmerksamkeit in der TSV-Defensive. Hermanutz konnte den strammen Schuss nicht mehr um den Pfosten lenken– 0:1 (48.). Danach entfachten die Rothosen bis zum Schlusspfiff ein Chancenfeuerwerk. Einen Querpass von Schoppenhauer konnte Altergot freistehend nicht verwerten. Der für Schoppenhauer eingewechselte Ragg köpfte nach einem Eckball aus 6 Metern daneben. Sontheimer in Rücklage köpfte drüber, als Ulms guter Torhüter Aras unter einer Flanke durchrauschte. Altergot scheiterte im Anschluss im eins gegen eins an Aras. Der durchgebrochene Striegel verpasste frei vor Aras den Torschuss… es war zum Haare raufen. Dazwischen hätte Ulms Torjäger Demiray den Deckel auf die Partie machen können, doch er scheiterte mit einem Strafstoß am glänzenden Hermanutz. In der 84. Minute dezimierten sich die Gäste selbst, die zunehmend an der Uhr drehten – Gelb-Rot. Überzahl TSV. Auch dieser Vorteil schien an diesem Abend zu verpuffen, bis in der Nachspielzeit der eingewechselte Leger den Ball über links nach innen brachte, Altergot den Ball irgendwie zu Ragg spitzelte, der aus drei Metern die Kugel über Linie murmelte – 1:1 (90.). Danach pfiff Schiedsrichter Komander die Partie ab. Mit diesem Last-Minute-Treffer haben es die Rothosen in der letzten Partie der Quali-Runde in Laupheim selbst in der Hand. Mit einem Sieg gelingt der Einzug in die Aufstiegsrunde sicher.
Hermanutz –Striegel T. (88. Leger), Fauler, Sontheimer, Klimask (88. Widmer T.) – Schmid H., Striegel D. (82. Scheit), Schoppenhauer (57. Ragg), Mehidi, Siefert– Altergot D.